Gilde

Einmal PfadfinderIn ‐ immer PfadfinderIn
gilde_2013Eine Pfadfinder‐Gilde ist eine organisierte Gruppe von Erwachsenen, die Pfadfinder waren oder sind oder die Ideen dieser Bewegung als für sie gültig finden. Gilden sind selbstständige Vereine. Eine Gilde besteht aus 10 ‐ 100 Mitgliedern, die Ehepartner nehmen meist am Gildeleben teil.

Meist steht die Gilde in einem Nahverhältnis zu der Pfadfindergruppe, aus der die Mehrzahl ihrer Mitglieder hervorgegangen ist. In Österreich gibt es über 100 Gilden mit über 3000 Mitgliedern.

Gründung der Pfadfindergilde Freistadt

gilde_gruendungIm Jahr 1982 wurde die Gründungsversammlung des Altpfadfinderclubs abgehalten. Damals waren Georg Poißl und Helmut Gattringer sehr bemüht, den Kontakt zu ehemaligen Freistadtäder Pfadfindern aufrecht zu erhalten und zu vertiefen.

Am 16.07.1986 erfolgte bei einem Treffen von Georg Poißl, Josef Blaschko, Helmut Gattringer, Franz Wiesinger, Hilde und Ernst Huber, Felix Ruhaltinger, Wolfgang Hinum und Karl Meindl im Gasthaus Hirsch die Gründung der Gilde Freistadt. Die erste konstituierende Generalversammlung findet am 29. August 1986 im Gasthof Hirsch statt.
Bis zur Investitur 1991 nannten sie sich auch die „Wilde Gilde“.

Die Junggilde Freistadt

SONY DSCDie RaRo Zeit ist vorbei und was dann? Zur Lösung dieser Frage hatten vor einigen Jahre die sog. Alt-RaRo eine Idee und besprachen diese mit dem damaligen Gildemeister Harald Öhlinger – dieser war sofort davon begeistert und die Junggilde war geboren. Ein regelmäßiger Stammtisch findet jeden ersten Sonntag im Monat statt. Die Junggilde ist Teil der Pfadfindergilde Freistadt und unterstützt diese in ihrer Tätigkeit.

Die Gilde-Philosophie

Ähnlich wie in der Jugendbewegung, wo es Gesetzespunkte und sog. Schwerpunkte gibt, gibt es in der Gildenbewegung auch Schwerpunkte, die unsere Philosophie, unsere Werte und unsere Lebenshaltung widerspiegeln.

Diese Grundsätze wurden nun in neue „Säulen“ verpackt und wir möchten auch diese Schwerpunkte unserer Gildenarbeit etwas näherbringen. Die Reihung dieser sechs Säulen ist frei gewählt und drückt keine Wertigkeit aus:

  • Gildengemeinschaft und kulturelles Leben: gemeint ist hier unsere Traditionen (wie zB Georgsfeier), unsere Rituale, unsere Ehrungen und Anerkennungen, aber auch unser Bekenntnis zur Gildenbewegung
  • Scouting / Zusammenarbeit mit der Pfadfinderjugend: wir zeigen Interesse an der aktiven Mitarbeit bei der Jugendarbeit und -förderung; wir verbreiten die Ideen von Baden-Powell
  • Soziales Wirken – die gute Tat: noch stärker als in der Jugendbewegung wirken die Gilden im Sozialen mit, sei es materiell oder immateriell, direkte und indirekte Hilfe, durch Benefizveranstaltungen u.ä.
  • Gesundes Leben und Naturverbundenheit: sei es durch Bewegung & Ernährung, aber auch geistige Gesundheit; auch der Umweltschutz hat in diesem Bereich seinen Platz
  • Freundschaften und Begegnungen: eigentlich ein Punkt, den Viele von uns für selbstverständlich annehmen; die Gilde soll ein Ort der gildenübergreifenden Begegnung, des Erfahrungsaustauschs sein; gegenseitige Besuche, Teilnahme an Veranstaltungen, Internationales etc.
  • Zukunft und Entwicklung: Traditionen sind gut und wichtig, jedoch muss sich die Gildenbewegung an der Zukunft orientieren und ein dementsprechendes Programm entwickeln und gestalten. Neue Formen der Kommunikation nützen, auch zB. Für die Öffentlichkeitsarbeit; ein wichtiges Teil werden hier auch die Lebensphasen sein; für manche Gilden ist die Mitglieder-Gewinnung ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit (Überalterung!)

Neben diesen sechs Säulen wird auch jedes Jahr ein Jahresmotto für unsere Gildenarbeit durch den Bundesverband ernannt. Im Jahr 2014 hatten wir das Motto „KULTUR“, 2015  „Gesundes Leben und Naturverbundenheit“ 2016  „Grenzenlos – Gildenübergreifende Freundschaften und Begegnungen“, 2017 gibt es das Motto „Zukunft und Entwicklung“.

gilde amanda stefan

Jede Gilde wählt selbst ihr Programm. Es gibt ein breites Spektrum von Programmen zu Geselligkeit, Kultur, Sozialem, Sport, Unterstützung der Jugend und vielem mehr.
Die Gilde unterstützt die Pfadfinderjugend zB Hilfe beim Heimbau, Hilfe bei Lagern, bei Veranstaltungen oder durch finanzielle Unterstützung. Die “Gute Tat” der Jugend wird auch bei den Erwachsenen praktiziert zB einen Flohmarkt für “gute Zwecke”.
Aktiv in der Gesellschaft tätig sein heißt auch, sich mit kulturellen Aspekten beschäftigen, nicht nur konsumieren. Es bedeutet auch, selbst schöpferisch tätig sein zB Vorträge organisieren, Gottesdienste mitgestalten, Denkmalpflege, Brauchtumspflege.
Sport und Geselligkeit ist sicher etwas, was in einer Gruppe Gleichgesinnter viel Spaß und Freude macht. Zu Geselligkeit gehören Reisen, Ausflüge, Feierstunden.


Die Pfadfindergilde Freistadt ist Mitglieder bei: logo_gilde   ISGF AISG
Pfadfindergilde Freistadt, Gildemeister Wolfgang Miesenböck, wolfgang.miesenboeck@aon.at

Hinterlasse eine Antwort